Wer hätte das gedacht, dass man sich im System Familie, dem moralisch geheiligten Kosmos, Ursprung irdischen Lebens, ebenso gefangen, gedemütigt, exponiert, gefoltert, geopfert fühlen kann wie in der kalten gefräßigen wilden Welt da draussen.
Ewiges Schema, ewige Schablone, ewige Parabel, Dogville, Rudelverhalten, Zwangsneurose des Richtens, des Zusammenschlusses, Herstellung von Verbindungen, Bündelung aller irdischen Sünden, Bündel, abgeladen auf den vermeintlich Schwächsten, zum Opfer erkoren, das Rudel um ihn zu reinigen.
Es entfaltet sich die heilige Dreifaltigkeit der Möglichkeiten im Inneren des Kreises, des umzingelten Gefolterten: Flucht, Kapitulation, zorniger Gegenangriff. Heiliger Geist, Sohn, Vater.
Hier schließt sich der Kreislauf grausamer Natur, perpetuum mobile naturae, pechschwarze Parabel Dogville: Wagst du den Angriff, schlägst um dich, angefüllt mit dem Zorn, der dir aufgebürdet, vom Rudel auferlegt wurde, schwingst du dich zum allmächtigen Vater auf, versuchst, die Welt zu beherrschen, begehst Sünde, und die Zerstörung, sie wird niemals versiegen, der Frieden, er wird niemals kommen.
Clash. Burn. Zerstörung. Mach kaputt, was dich kaputt macht.
So bleibt der Jugend im ewigen Kampf mit dem System, im ewigen Kampf um nichts als ihre eigene göttliche Unschuld, fern aller Erbsünde, ein Kampf, gleichsam hochmütig, narzisstisch und größenwahnsinnig, nichts als die Endlosschleife, Schattenboxen, Selbstverletzung, Punk, Anarchie, Punk, ein Kampf gegen Windmühlen. No Future.
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